Das neue Gebot

Viele Menschen verbinden mit dem christlichen Glauben vor allem Gebote und Verbote. Vielleicht hat man die 10 Gebote im Hinterkopf und denkt an die über 600 Bestimmungen, die Gott den Israeliten gegeben hat.

Zu diesem Bild tragen sicher auch diejenigen Christen bei, die es als ihre Aufgabe sehen, überall und jederzeit zu verbreiten, wie man sich zu verhalten hat. Wer das Neue Testament liest wird feststellen, dass Jesus nicht viel vom Einhalten von religiösen Regeln hielt. Um seinen Nachfolgern aufzuzeigen, was IHM wichtig ist, hat er ein neues Gebot formuliert.

Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander lieben sollt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.
(Johannes 13, 34)

Das Befreiende an diesem – auch heute noch – revolutionären Gebot ist, dass es nicht einfach nur die unerfüllbare Anweisung enthält, andere zu lieben. Es beginnt damit, dass Jesus uns liebt: „wie ich euch geliebt habe“. Zuerst dürfen wir einfach mal diese göttliche Liebe erleben, erfahren. Wenn dies geschieht, wird es uns immer mehr möglich sein, auch andere bedingungslos zu lieben.

Die Aufforderung zu lieben ist also keine schwere Last, sondern eine Folge seiner Liebe zu uns. Jesus hat auch über die Folgen dieses neuen Gebots gesprochen:

Daran wird jedermann erkennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
(Johannes 13, 35

Wenn wir Christen diese göttliche Liebe empfangen und leben, statt Regeln und Gesetze zu predigen, werden christliche Werbeveranstaltungen (im frommen Fachjargon spricht man von Evangelisation) somit hinfällig…

Jürg

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Jürg

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